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Tagung "Räume der Mode" der Universität Potsdam
Mode kann als eine Dynamik betrachtet werden, die die modernen Gesellschaften strukturiert. Sie manifestiert und materialisiert sich in verschiedenen Objekten und Handlungen: in Architektur, Gartengestaltung, Möbeln, Lebensweisen, Arbeitsfor-men, Kunst, intellektuellen Moden – und eben auch in ModeKleidung. Mode ist cha-rakterisiert durch Veränderlichkeit und ständigen Wechsel. Sie wird erzeugt durch – und sie erzeugt ihrerseits - die unstillbare (Sehn)Sucht nach dem Neuen und das scheinbar radikale Vergessen des Alten, das tatsächlich ständig recycelt wird. Zu ihren wichtigsten Funktionen zählen das Aushandeln des Verhältnisses von Individualität und Gemeinschaft, die Konstitution von (Geschlechts)Identitäten, soziale Ein- und Ausgrenzung sowie – last but not least - die Ästhetisierung der eigenen Person bzw. Lebenswelt.
Kleidermode ist eine der wichtigsten Erscheinungsformen von Mode. Sie materiali-siert die Dynamik der Mode einerseits in Artefakten, den „Kleidern“, und anderer-seits im menschlichen Handeln, das diese Kleider hervorbringt und sie in einer Vielfalt von Aktivitäten erst zu Mode werden lässt. Dieses Handeln findet im Raum statt, der seinerseits als dynamisch zu verstehen ist. Der Mode als einem Prozess des unauflös-lichen wechselseitigen Verhältnisses von Räumen, Kleidern und Menschen widmet sich die interdisziplinäre Tagung. Ausgangspunkt sind die konkreten Räumen der Mo-de, also diejenigen Räume, in denen Mode produziert und aufgeführt wird - jene Räumen also, in denen Mode überhaupt erst entsteht. Diese Räume sind weit mehr als Schauplatz, denn sie nehmen Einfluss auf die jeweilige Mode, die Art und Weise ihrer Aufführung einerseits und ihrer Wahrnehmung andererseits. Sie tragen damit entscheidend zum Entstehen von Mode bei.
Nicht nur wird Mode durch Räume mit-geschaffen; umgekehrt wird Raum entspre-chend dem modernen Raumverständnis durch menschliches Handeln – und folglich durch Mode im oben skizzierten weiteren Sinne - erst konstituiert. Denn Raum ist er-fahrbar nur über die Dinge/Körper im Raum, durch Anordnung, Bewegung und Wahrnehmung.
Wichtige Fragen für die Tagung könnten sein: Wie verhalten sich architektonisch ge-staltete Räume und Mode zueinander? Wie (und warum) funktionieren städtische Räume – Straßen, Einkaufszentren etc. – als Räume der Mode, wie entstehen sich hier (welche) Moden, wie werden sie von den Konsument/innen inszeniert? Gibt es einen direkten Bezug zwischen bestimmten Räumen und bestimmten Moden? Wie werden Locations für Défilés ausgewählt und gestaltet? Wie unterscheiden sich Wa-renhäuser, Einkaufszentren von Flagship Stores oder Guerilla Stores? Wie sind virtu-elle modische Räume gestaltet, wie funktionieren sie, welche Wirkungen suchen sie hervorzurufen? Welche Blickordnungen sollen erzeugt werden, welche realisieren sich warum tatsächlich? Wie kann man dem Konsum gewidmete modische Räume von Modemuseen unterscheiden, in denen traditionell eher „Kunst“ inszeniert wird? Kann man das überhaupt? Wie verhalten sich Räume der Produktion von Mode von denen der Rezeption?
Wichtig ist dabei, stets die Verbindung von Konsum und ästhetischer Arbeit im Auge zu behalten. Auch die globalen Bewegungen der Mode sollten Berücksichtigung fin-den, insbesondere was die Produktion betrifft. Der Fokus liegt jedoch auf den Räu-men des Konsums, d.h. einerseits des Verkaufs und andererseits der Rezeption durch Konsument/innen.
Die Schwerpunkte der Tagung:
I. Entwerfen und Herstellen / Räume der Produktion
II. Handeln mit Mode / Räume der Distribution
III. Modisches Handeln / Räume des Konsums
Die Räume der Mode
Kulturforum Berlin, 5.-7. Mai 2010
Veranstalterin:
Prof. Dr. Gertrud Lehnert
am Institut für Künste und Medien
Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
Komplex I, Haus 1, Raum 2.16
14469 Potsdam
www.uni-potsdam.de/u/avl
Telefon: 0049-331-977-4180
Email: glehnert@uni-potsdam.de
In Kooperation mit:
Staatliche Museen zu Berlin
Akademie Mode und Design, Hamburg
Netzwerk Mode Textil, Interessenvertretung der kulturwissenschaftlichen Textil-, Kleider und Modeforschung e.V.
Unterstützt von:
der Initiative „Verantwortung tragen“
Veranstaltungsort:
Vortragssaal im Kulturforum
Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin (Eingang über die Zentrale Eingangshalle)
http://www.kulturforum-berlin.com/
Verkehrsmittel: S-Bahn und U2 (Potsdamer Platz); Bus M48 und M85 (Kulturforum), 200 (Philharmonie), M29 (Potsdamer Brücke)
Internet: http://www.xn--rume-der-mode-bfb.com/
Kleidermode ist eine der wichtigsten Erscheinungsformen von Mode. Sie materiali-siert die Dynamik der Mode einerseits in Artefakten, den „Kleidern“, und anderer-seits im menschlichen Handeln, das diese Kleider hervorbringt und sie in einer Vielfalt von Aktivitäten erst zu Mode werden lässt. Dieses Handeln findet im Raum statt, der seinerseits als dynamisch zu verstehen ist. Der Mode als einem Prozess des unauflös-lichen wechselseitigen Verhältnisses von Räumen, Kleidern und Menschen widmet sich die interdisziplinäre Tagung. Ausgangspunkt sind die konkreten Räumen der Mo-de, also diejenigen Räume, in denen Mode produziert und aufgeführt wird - jene Räumen also, in denen Mode überhaupt erst entsteht. Diese Räume sind weit mehr als Schauplatz, denn sie nehmen Einfluss auf die jeweilige Mode, die Art und Weise ihrer Aufführung einerseits und ihrer Wahrnehmung andererseits. Sie tragen damit entscheidend zum Entstehen von Mode bei.
Nicht nur wird Mode durch Räume mit-geschaffen; umgekehrt wird Raum entspre-chend dem modernen Raumverständnis durch menschliches Handeln – und folglich durch Mode im oben skizzierten weiteren Sinne - erst konstituiert. Denn Raum ist er-fahrbar nur über die Dinge/Körper im Raum, durch Anordnung, Bewegung und Wahrnehmung.
Wichtige Fragen für die Tagung könnten sein: Wie verhalten sich architektonisch ge-staltete Räume und Mode zueinander? Wie (und warum) funktionieren städtische Räume – Straßen, Einkaufszentren etc. – als Räume der Mode, wie entstehen sich hier (welche) Moden, wie werden sie von den Konsument/innen inszeniert? Gibt es einen direkten Bezug zwischen bestimmten Räumen und bestimmten Moden? Wie werden Locations für Défilés ausgewählt und gestaltet? Wie unterscheiden sich Wa-renhäuser, Einkaufszentren von Flagship Stores oder Guerilla Stores? Wie sind virtu-elle modische Räume gestaltet, wie funktionieren sie, welche Wirkungen suchen sie hervorzurufen? Welche Blickordnungen sollen erzeugt werden, welche realisieren sich warum tatsächlich? Wie kann man dem Konsum gewidmete modische Räume von Modemuseen unterscheiden, in denen traditionell eher „Kunst“ inszeniert wird? Kann man das überhaupt? Wie verhalten sich Räume der Produktion von Mode von denen der Rezeption?
Wichtig ist dabei, stets die Verbindung von Konsum und ästhetischer Arbeit im Auge zu behalten. Auch die globalen Bewegungen der Mode sollten Berücksichtigung fin-den, insbesondere was die Produktion betrifft. Der Fokus liegt jedoch auf den Räu-men des Konsums, d.h. einerseits des Verkaufs und andererseits der Rezeption durch Konsument/innen.
Die Schwerpunkte der Tagung:
I. Entwerfen und Herstellen / Räume der Produktion
II. Handeln mit Mode / Räume der Distribution
III. Modisches Handeln / Räume des Konsums
Die Räume der Mode
Kulturforum Berlin, 5.-7. Mai 2010
Veranstalterin:
Prof. Dr. Gertrud Lehnert
am Institut für Künste und Medien
Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
Komplex I, Haus 1, Raum 2.16
14469 Potsdam
www.uni-potsdam.de/u/avl
Telefon: 0049-331-977-4180
Email: glehnert@uni-potsdam.de
In Kooperation mit:
Staatliche Museen zu Berlin
Akademie Mode und Design, Hamburg
Netzwerk Mode Textil, Interessenvertretung der kulturwissenschaftlichen Textil-, Kleider und Modeforschung e.V.
Unterstützt von:
der Initiative „Verantwortung tragen“
Veranstaltungsort:
Vortragssaal im Kulturforum
Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin (Eingang über die Zentrale Eingangshalle)
http://www.kulturforum-berlin.com/
Verkehrsmittel: S-Bahn und U2 (Potsdamer Platz); Bus M48 und M85 (Kulturforum), 200 (Philharmonie), M29 (Potsdamer Brücke)
Internet: http://www.xn--rume-der-mode-bfb.com/
