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Global Organic Textile Standard (GOTS)

06.05.2011

Beschreibung

Das Textilsiegel Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) (Deutschland) zusammen mit der Soil Association (SA) (England), der Organic Trade Association (OTA) (USA) und der Japan Organic Cotton Association (JOCA) (Japan) entwickelt.

Das Siegel entspricht in seinen Qualitätskriterien dem Kennzeichen IVN-zertifiziertes Naturtextil. Das bedeutet, dass bei Kleidungsstücken aus Naturfasern (z. B. Baumwolle, Leinen, Seide) in der Produktion und entlang der gesamten Produktionskette auf den Einsatz bedenklicher Chemikalien in der Faserverarbeitung und Textilveredelung verzichtet wurde. Auf sämtlichen Stufen der Verarbeitungskette ist gewährleistet, dass ökologische und konventionelle Fasern nicht vermischt und die ökologischen Fasern nicht kontaminiert wurden. Es wurden solche Farbstoffe und Hilfsmittel gewählt, deren toxikologischen und ökologischen Wirkungen geprüft sind und die als unbedenklich eingeschätzt werden. Gebleicht wird nur in Ausnahmefällen, und wenn, dann nicht mit chlorhaltigen Chemikalien, sondern mit Sauerstoff. Ausrüstungen erfolgen in erster Linie auf mechanische, thermische und physikalische Weise und nicht auf chemischem Wege.

Ziel von GOTS ist es, einen kontrollierten Standard für Textilien zu definieren, welcher den gesamten Lebensweg des Produkts von der Herstellung der Ausgangsfasern bis zum Endprodukt unter ökologischen und sozial verantwortlichen Kriterien bewertet.

Es gibt zwei Varianten von GOTS:

* Variante 1: „organisch“ (bio) oder „organisch – in Umstellung“. Das Textil muss mindestens oder zu mehr als 95 Prozent aus zertifizierten Fasern aus Bio-Anbau bzw. Anbau in Umstellung auf Bio-Anbau bestehen; es dürfen weniger als maximal 5 Prozent der Fasern aus konventionellem Anbau oder synthetischen Fasern stammen.
* Variante 2: „aus X Prozent bio“ oder „aus X Prozent in Umstellung auf bio“: Hier müssen mindestens oder 70 bis 95 Prozent der Fasern aus zertifiziertem Bio-Anbau bzw. Anbau in Umstellung auf Bio-Anbau im Textil enthalten sein; maximal oder weniger als 30 Prozent der Fasern dürfen aus konventionellem Anbau oder synthetischen Fasern bestehen; der Anteil der synthetischen Fasern darf maximal zehn Prozent betragen (Ausnahmen: bei Socken, Leggings und „Sportswear“ darf ein Anteil von bis zu 25 Prozent synthetischen Fasern erreicht werden).

In jedem Fall sind mindestens 70 Prozent der Fasern aus Bio-Anbau (bzw. in Umstellung auf Bio-Anbau). Vor allem ist genau geregelt, wie die Fasern weiterverarbeitet werden dürfen und welche Stoffe zum Einsatz kommen dürfen. Dadurch ist gewährleistet, dass eine mögliche Schadstoffbelastung im Endprodukt so gering wie möglich ist. Auch soziale Mindeststandards sind Teil des GOTS-Standards und werden überprüft.
Vergabeverfahren

Für die Kennzeichnung mit dem GOTS-Siegel müssen für alle eingesetzten Fasern und Garne gültige Zertifizierungen nach kontrolliert ökologischen Kriterien von einer anerkannten Zertifizierungsstelle vorliegen.

Unternehmen müssen ein schriftlich niedergelegtes Konzept zum betrieblichen Umweltmanagement nachweisen. Dieses Konzept muss unter anderem die hauptverantwortliche Person für die Umsetzung ausweisen und Strategien zur Reduzierung von Abfall sowie ein entsprechendes System zur Überprüfung der Leistung (Monitoring), einen Maßnahmeplan für den Fall von Havarien, ein entsprechendes Qualifizierungs- und Trainingskonzept, eine angemessene und minimale Nutzung von Chemikalien und deren ordnungsgemäßer Entsorgung enthalten.

Unternehmen müssen ebenfalls eine betriebliche Strategie zur sozialen Verantwortung mit folgenden Sozialstandards nachweisen, welche zum Teil auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufbauen:

* Verbot von Zwangsarbeit,
* Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen,
* Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und bezüglich der Arbeitsbedingungen,
* Verbot von Kinderarbeit,
* Löhne für reguläre Arbeitszeiten, Überstunden und Überstundenausgleich müssen den gesetzlichen Mindestlöhnen bzw. Industriestandards entsprechen bzw. diese übersteigen,
* Arbeitszeiten haben die gültigen nationalen Gesetze und Industriestandards zu Arbeitsstunden einzuhalten. Es gelten die maximal zulässigen Wochenarbeitsstunden entsprechend der nationalen Gesetzgebung, jedoch dürfen 48 Stunden nicht regelmäßig überschritten werden. Pro Woche dürfen nicht mehr als 12 Überstunden geleistet werden,
* Verbot jeglicher Diskriminierung bei der Einstellung, der Entlohnung, dem Zugang zu Fortbildungen, der Beförderung, der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses oder dem Eintritt in den Ruhestand aufgrund von Geschlecht, Alter, Religion, Rasse, Kaste, sozialem Hintergrund, Behinderung, ethnischer oder nationaler Herkunft, Nationalität, Mitgliedschaft in Arbeitnehmerorganisationen einschließlich Gewerkschaften, politischer Anschauung, sexueller Neigung oder anderen persönlichen Eigenschaften.

Verarbeitungsbetriebe von der Faseraufbereitung bis zur Konfektionierung der Bekleidung und Endverpackung sowie Importeure und Exporteure müssen sich einem jährlichen Inspektionszyklus einschließlich möglicher unangekündigter Inspektionen unterziehen und eine gültige Betriebszertifizierung vorweisen.
Bewertung

Das Gütesiegel Global Organic Textile Standard (GOTS) basiert auf ökologischen und sozialen Aspekten. Die Kriterien reichen über gesetzliche Vorgaben hinaus und berücksichtigen den Produktionsprozess von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung bis hin zu den Arbeitsbedingungen und der Lagerung. Die Einhaltung der Kriterien wird bei Antragstellung durch eine neutrale Stelle geprüft. Die Zeichennutzung ist zeitlich befristet, Kontrollen finden bei Auffälligkeiten unangekündigt statt, Verstöße werden verfolgt. Vergabekriterien und -verfahren sind für jeden zugänglich.

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