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Des Menschen neue Kleider

Vorgeschichte: Die Geschichte der Bekleidung beginnt mit dem Tragen von Fellen. Die erste Revolution ist die Erfindung der knöchernen Nähnadel in der Altsteinzeit. Vermutlich zwischen 4000 und 3000 vor Christus entsteht die Webtechnik in Ägypten. Schon die Germanen der Bronzezeit kannten kurze Hosen.



Antike: Bei den Griechen und Römern tragen beide Geschlechter Stoffrechtecke, die ohne Nähte und Zuschnitt um den Körper gelegt und durch Gürtel, Schnallen und Broschen zusammengehalten werden.



Mittelalter: Alle Stände im frühen Mittelalter tragen denselben Schnitt, nur die Stoffe sind unterschiedlich. Das Christentum verhüllt die Frauen immer mehr. Im 12. Jahrhundert entsteht das Schneiderhandwerk, bis dahin sind die Kleider von den Frauen in Heimarbeit gefertigt worden. Erst im 14. Jahrhundert entwickeln sich endgültige getrennte Kleidungsformen für Männer und Frauen.



Renaissance: Männer tragen überhohe Hüte und enge, mitunter zweifarbige Beinkleider. Die Frauenkleidung hingegen ist darauf abgestellt, die Geschlechtlichkeit zu verbergen. In England tragen die adeligen Damen Mieder, die ihre Körper völlig verformen und eine Brustwölbung nicht einmal ahnen lassen.



Barock: Die höfische Mode brilliert, die Mode wird üppiger. Männer wie Frauen tragen große Spitzkragen. In der Damenmode werden die Dekolletés tiefer. Insgesamt ähnelt die Mode der Architektur – der natürliche Körperbau spielt keine Rolle.



Empire und Biedermeier: Nach der Französischen Revolution ist zunächst Natürlichkeit angesagt, man besinnt sich auf die Antike zurück. Die Herrenmode erreicht Anfang des 19. Jahrhunderts ihre klassische Form, die sie bis heute nicht mehr verloren hat. Bei den Damen werden die Korsetts enger denn je geschnürt, an Durchatmen ist nicht mehr zu denken. Mitte des 19. Jahrhunderts entstehen in Paris die ersten Modehäuser.



Jahrhundertwende: Mode wird zu einem Massenphänomen. Innerhalb weniger Jahrzehnte verschwindet das Korsett, Frauen tragen Hosen und kurze Röcke. Die Mode orientiert sich wieder an der Körperlinie und wird auch für Frauen funktionell.



Die zwanziger Jahre: Coco Chanel macht Furore, indem sie die Schlichtheit der Herrenkleidung zum Vorbild für gerade geschnittene Kleider und strenge Kostüme nimmt. Androgynie ist das Ideal. Jersey, Strickstoffe und Kunstfasern kommen auf. Gleichzeitig wird die Mode demokratisiert. War sie früher der gehobenen Gesellschaft vorbehalten, wird modische Konfektionsware nun für viele erschwinglich.



Die dreißiger und vierziger Jahre: Die Röcke werden enger und länger, was die Beine optisch verlängert. Das Kostüm setzt sich als Tagesmode durch. Die Damenmode wird von Frauen bestimmt, wie Madeleine Vionnet, Nina Ricci, Madame Grès und Elsa Schiaparelli. Diese Tendenz findet erst durch den Zweiten Weltkrieg ein Ende. In den Kriegsjahren prägt Materialmangel die Mode. Sie wird nüchterner und lehnt sich an den Look von Uniformen an.



Nachkriegszeit: Christian Diors »New Look« leitet eine neue Üppigkeit der Mode ein. Die natürlichen Körperformen werden wieder idealisiert, die Oberteile liegen eng an, Busen, Po und Hüften werden betont.



Die sechziger Jahre: Die Jeans setzt sich durch, Zierliche, kindliche Frauen wie Audrey Hepburn und das Model Twiggy prägen das Jahrzehnt. Mit der Hippie-Bewegung kommt die erste Protest-Mode auf. Die Trends entstehen nicht mehr in den Modehäusern, sondern auf der Straße. Ende der Sechziger entstehen avantgardistische Looks.



Die siebziger Jahre: Die Freizeitmode durchdringt alle Schichten. Minirock und Hotpants kommen auf. Das T-Shirt wird zum Trend. Die Kleiderordnung wird insgesamt über den Haufen geworfen. Die Mode wird geschlechtsneutraler, Bequemlichkeit ist das Leitmotiv. Abendmode unterscheidet sich kaum mehr von Tagesmode.



Die achtziger Jahre: Ein neuer Materialismus verdrängt das Natürlichkeitsideal. Es wird wichtig, Erfolg zu zeigen. Dementsprechend werden die Anzüge und Kostüme bei Männern wie Frauen breitschultrig. Der Körperkult beginnt, Aerobic und Bodybuilding nehmen eine zentrale Rolle ein, Sportmode wird wichtig. Die industriell gefertigte Prêt-à-porter-Mode verhilft Marken wie Jil Sander, Calvin Klein, Giorgio Armani, Ralph Lauren zum Erfolg.



Die neunziger Jahre und die Jahrtausendwende: Der Markenkult setzt ein. Mode und Medien sind stärker miteinander verbunden, siehe Sex and the City. Viele Modestile existieren nebeneinander und werden miteinander kombiniert. Die Mode wird körperbetonter, mit tiefen Dekolletés und bauchfreien Oberteilen. Die Mode zitiert vergangene Jahrzehnte wie die sechziger und siebziger Jahre. In der Männermode entwickelt sich ein feminineres Männerbild. Im neuen Jahrtausend spielen Öko- und Ethno-Mode eine größere Rolle.